Newsletter

Wenn Sie den Newsletter abonnieren möchten, senden Sie einfach eine E-Mail an dersekow@pek.de, Betreff: Newsletter

Newsletter Nr. 2

Liebe Leserin, lieber Leser, 

die so genannte „Stille Woche“ ist in diesem Jahr wirklich außerordentlich still. Wir können nicht zu Gottesdiensten und Abendmahlsfeiern zusammenkommen. Passionsmusiken dürfen nicht aufgeführt werden. Auch Ostermärkte und Familienfeiern sind abgesagt.
Aber das Leben steht nicht still. Und Gottes Wirken in der Welt kommt nicht zum Stillstand, im Gegenteil. Vieles von der Geschäftigkeit rund um die Feiertage, mit der wir uns sonst ablenken, können wir in diesem Jahr getrost mal sein lassen. 

Und wir dürfen Neues entdecken: Kleine Aktionen und Hoffnungszeichen machen Mut und laden uns dazu ein, die Karwoche bewusst zu gestalten und uns von der Osterbotschaft berühren zu lassen. Einige möchte ich hier vorstellen: 

Regenbogenbild 

Der Regenbogen ist das Zeichen dafür, dass Gott seine Welt nie wieder aufgeben will, egal wie böse die Menschen sind. Diese Zusage hat Gott nach dem Ende der Sintflut gegeben, als die Tiere und Noah mit seiner Familie die Arche verlassen können Als Ausmalbild ist der Regenbogen weltweit ein Hoffnungszeichen in der Corona-Krise geworden. Kinder, die nicht zur Schule oder Kita, nicht zu Freunden und Großeltern können, hängen Regenbogenbilder in ihr Fenster. Bei einem Spaziergang können die Kinder andere Regenbögen entdecken und so erfahren, dass sie mit dieser Situation nicht allein sind. Fotos der bunten Regenbogenbilder können gerne ans Pfarramt gesandt werden. 
(Zum Ausdrucken hier Klicken: Ausmalbild_Regenbogen)

Andachten und Mahlfeiern für zuhause 

Zur Ruhe kommen, auf Gottes Wort hören, singen und beten, danach sehne ich mich. Dass wir in unseren Kirchen derzeit keine Gottesdienste feiern können, schmerzt. Da tut es gut, neue Formen zu entdecken: Andachten am Küchentisch, Agapefeiern oder Impulse für einen Pilgerweg am Ostermorgen. Das und noch mehr bietet das Gottesdienstinstitut der Nordkirche mit leicht verständlichen Anleitungen: http://gottesdienstinstitut- nordkirche.de/karwoche-und-ostern/ Für die Umsetzung empfiehlt es sich, eine feste Zeit einzuplanen, zum Beispiel zum abendlichen Kerzengebet oder am Sonntag zur gewohnten Gottesdienstzeit. Viel Freude beim Stöbern, lesen und feiern! 

Segenssteine als Hoffnungsüberträger 

Der Stein ist ein zentrales Symbol aus der Ostergeschichte: Mit einem Felsstein wurde das Grab Jesu verschlossen – doch am Ostermorgen ist der Stein weggerollt und das Grab ist leer. Der Grabesstein ist so zum Symbol für die Auferstehung Jesu geworden. Im Rahmen der Aktionen #stärkeralsdertod und #hoffnunghamstern sollen Segenssteine verziert werden, mit Bildern und Sprüchen, die Mut machen. 

Foto: Kirche im Dialog

Dazu wird Acrylfarbe benutzt, oder einfach wasserfeste Stifte. Zu Ostern können die selbst bemalten Steine draußen ausgelegt werden: An Bushaltestellen, an Kirchen und Friedhöfen oder einfach auf Spazierwegen. Wer mag, kann Bilder von gemalten oder gefunden Segenssteinen in der Facebook- Gruppe „Ostersteine“ oder bei Instagram teilen. Viel Spaß und viel Segen beim Verstecken und Finden! 

 

 

Ostergeläut und gemeinsames Singen am Ostersonntag 

Am Tag der Auferstehung wird festliches Ostergeläut die Stille durchbrechen: Unsere Glocken werden am Ostersonntag nicht nur um 10 Uhr sondern auch um 12 Uhr zum Ökumenischen Osterläuten erklingen. Als Zeichen der Verbundenheit in der Freude über den Sieg des Lebens haben evangelische und katholische Kirche alle Gemeinden dazu aufgerufen. Das ökumenische Wort der Bischöfe ist hier nachzulesen: https://www.nordkirche.de/nachrichten/nachrichten-detail/nachricht/oekumene-glocken- sollen-ostern-deutschlandweit-gemeinsam-laeuten/ 

Laut und fröhlich darf es auch schon am Vormittag werden: Das ZDF sendet ab 9.30 Uhr den evangelischen Ostergottesdienst aus Ingelheim. Er endet um 10:15 Uhr mit dem Osterchoral „Christ ist erstanden“. Es gibt die Einladung dazu, mit einzustimmen oder mitzuspielen – aus dem Fenster, vom Balkon aus, auf der Terrasse oder im eigenen Garten. 

Hilfe für Menschen in den Partnerkirchen 

Bei aller eigenen Betroffenheit und in der trotzdem wachsenden Osterfreude möchte ich auch den Aufruf unserer Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt weitergeben: „Trotz unserer eigenen Ängste und Sorgen dürfen wir jetzt nicht nur an uns selber denken. Wir dürfen die Not der Menschen in unseren Partnerkirchen nicht aus den Augen verlieren. Leib Christi, christliche Kirche in dieser Welt, das sind wir immer nur gemeinsam. Deshalb unterstützen wir die Arbeit unserer Partnerkirchen finanziell. Ich bitte sehr herzlich darum, die Hilfe für die betroffenen Gebiete durch Spenden und Gebete zu unterstützen.“ 

Es wurde ein Nothilfefond eingerichtet, um den Partnerkirchen der Nordkirche in Afrika, Indien, Lateinamerika, Ostasien, Osteuropa und im Mittleren Osten zu helfen. Es fehlt unter anderem an Krankenhausausstattung und Hygieneartikeln. Außerdem erleiden viele Menschen in den Partnerkirchen Hunger. Die Kirchen wissen zudem nicht, wie sie ihre Mitarbeitenden bezahlen sollen, da Kollekten, auch aufgrund von Gottesdienstverboten, wegbrechen.
Spenden bitte an: Zentrum für Mission und Ökumene in der Nordkirche Evangelische Bank, IBAN:DE77 520 604 100 000 111 333

Zweck: Corona Nothilfefond für weltweite Partner -Projektnummer 7005 

Corona-Kreuz auf dem Bakenberg 

Auf dem Bakenberg auf der Halbinsel Mönchgut, Rügen, hat Pastor Olav Metz ein Kreuz errichtet, dass in der Zeit der Corona-Pandemie zum Innehalten einlädt. Ganz sinnlich können aktuelle Sorgen und Ängste dort vor Gott abgelegt werden. Dazu hat Pastor Metz ein Gebet aufgeschrieben:

Gott, segne alle Kranken: Sei ihnen spürbar nahe und gib ihnen Lebenskraft.

Segne alle Verängstigten und alle, die sich in Sorgen verzehren: Berühre sie im Herzen und gib ihnen Seelenstärke. 

Segne alle, die um das Leben und die Gesundheit anderer kämpfen. Gib ihnen Weisheit, Besonnenheit und einen langen Atem.
Segne alle, die in dieser Zeit Verantwortung tragen und schwere Entscheidungen zu treffen haben: Gib ihnen Mut und Augenmaß für ihre Entscheidungen. Und segne uns alle mit deinem Geist, der kein Geist der Furcht ist, sondern ein Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. 

Gib uns die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die wir nicht ändern können. 

Gib uns den Mut und die Kraft, die Dinge zu tun, die wir tun können. 

Und gib uns die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

                                      Fotos: Kirchengemeinden Mönchgut-Sellin 

 

Osterkerzen in Dersekow und Görmin 

Auch wenn wir uns nicht in den Kirchen versammeln können, geht unser Licht nicht aus. Jesus Christus hat gesagt: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Joh 8,12) Einen Bildgruß von den neu entzündeten Osterkerzen in unseren Kirchen können Sie demnächst auf unserer Internetseite entdecken. 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie getrost und gesegnet durch diese Tage gehen. Seien Sie herzlich gegrüßt und bleiben Sie behütet,

Ihre Pastorin Franziska Wells