Kapellenkino

Seit 2013 gibt es in unseren Gemeinden Kapellenkino an vier oder fünf Donnerstagabenden im Herbst. Die Idee ist, Filme zu zeigen, die es in den Mainstream-Kinos schwer haben oder gar nicht vorkommen. Die Greifswalder Medienzentrale unseres Kirchenkreises hilft mit einem jährlich wachsenden Filmbestand, erlesene Kinoereignisse aufs Dorf zu holen.

 

Als besonderer Ort tritt aktuell der Gemeinderaum in Görmin in den Fokus:

25. Februar 2022, 19:00 Uhr – „Maria Magdalena“, R: Garth Davis (USA 2018, 120 min)

(Es gelten die „2G+“ Regeln)

 

Zum Film:

Das Wirken und Leiden Jesu Christi war bereits oft ein Thema der „großen Leinwand“. Dabei stand er zum einen selbst im Mittelpunkt, wie im klassischen Hollywood-„Schinken“ „Die größte Geschichte aller Zeiten“ (1965) oder in Mel Gibsons blutiger Inszenierung „Die Passion Christi“ (2004). Zum anderen waren es, wie in „Ben Hur“ (1959) oder der immer noch bissig-aktuellen Parodie „Das Leben des Brian“ (1979), mehrfach Zeitgenossen auf deren Handeln sich die Begegnung „dem Nazarener“ auswirkte.

Mit der Perspektive der Maria von Magdala wird hier erstmalig in dieser Dimension der weibliche Blick auf die Berufung der Jünger in Galiläa, die Wundertaten, den Weg nach Jerusalem sowie die Passion und Auferstehung Jesu Christi umgesetzt. Die von Rooney Mara mit feinfühliger Zurückhaltung verkörperte Maria trifft auf einen friedensstrebenden Jesus (Joaquin Phoenix), der um die Eintracht seiner Jünger – und eben auch Jüngerinnen – bemüht ist.

Mit dem sich abzeichnenden Konflikt zwischen Maria und Petrus (Chiwetel Ejiofor) um die legitime Nachfolge werden die Geschlechterfragen in eine Gegenwart geholt, in der der Hinweis, dass dies einer der letzten Filme war, an denen sich Harvey Weinstein als Produzent beteiligte, in eine nachfolgende Diskussion mit einfließen kann.